Weniger Tempoüberschreitungen verzeichnete die Verkehrsabteilung des Kreises Plön im letzten Jahr. Die durchschnittliche Übertretungsquote lag bei 7,9 Prozent. In 2004 waren es 9,4 Prozent.
„Dieser Rückgang, der sich seit den letzten drei Jahren abzeichnet - 2002 betrug die Übertretungsquote immerhin noch 18,2 Prozent, ist erfreulich. Dies auch vor dem Hintergrund der immer wieder aufgeworfenen Frage, ob nicht im Straßenverkehr zu aggressiv und zu schnell Auto gefahren wird. Vielleicht haben die Geschwindigkeitskontrollen des Kreises, der diese Kontrollen nach einem Kreistagsbeschluss seit 1999 neben den polizeilichen Tempokontrollen vornimmt, einen präventiven Beitrag geleistet, zumindest an den Straßen, wo verstärkt gemessen wurde“, so Landrat Volkram Gebel gegenüber der Presse in Plön, der jedoch einschränkend erwähnte, dass die Ergebnisse differenziert zu betrachten sind, da verschiedene Messstrecken häufig stark abweichende Ergebnisse zeigen.
Bis Ende 2005 haben vier Kreismitarbeiter, die die Kontrollen zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben und überwiegend auf Honorarbasis durchführen, 225 Messungen vorgenommen (2004: 237). Rein rechnerisch werde alle 0,9 Tage eine Messung vorgenommen. Die Messorte umfassen Tempo-30-Zonen, Bereiche von Schulen, Kindergärten und Altenheimen sowie Bushaltestellen, Engstellen oder Punkten, die von Anwohnern als verkehrsgefährdend angegeben worden sind und von den polizeilichen Tempokontrollen nicht berücksichtigt werden können.
Bei den Kontrollen der Verkehrsabteilung hat man insgesamt 87.582 (2004: 68.735) Fahrzeuge erfasst. Von den Fahrzeugführerinnen und Führern wurden 5.427 (6.034) verwarnt (bis +20 Km/h) und 431 (427) mit Bußgeldern (schneller als +20 Km/h) belegt. In 37 (29) Fällen war die Tempoüberschreitung so gravierend, dass Fahrverbote (ab +31 Km/h innerorts) erteilt wurden.
Die zeitliche und örtliche Schwerpunkttätigkeit bei den Messungen habe sich weiterhin bewährt. So sei eine zeitweise positive Änderung des Fahrverhaltens der Autofahrer dort zu beobachten gewesen, wo wiederholt in kurzen Abständen gemessen wurde ist. Allerdings könne man nicht sagen, ob dies auf die Einsicht der Autofahrer oder auf deren Wahrnehmung der Kontrollstellen zurückzuführen ist. Die von der Verkehrsabt. erkannten Deliktschwerpunkte, z.B. nach wie vor die B 430 mit starken Berufsverkehr in Husberg vor der Schule und die 30 Km/h beschränkte Strecke vor dem Kindergarten in Bönebüttel, werde der Kreis künftig verstärkt prüfen. Die Resonanz der Anwohner von Straßen, wo gemessen worden ist, sei durchweg positiv gewesen.
So haben die Tempokontrollen des Kreises durchaus Früchte getragen und zur Verkehrssicherheit auf den Straßen beigetragen. Der Landrat appelliert bei den Verkehrsteilnehmern an ein rücksichtsvolles Verhalten, besonders gegenüber Kindern und älteren Menschen, die gerade im Bereich vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen geschützt werden müssen. Hier heißt es stets: „Fuß vom Gas – Rücksicht kommt an!“. Dies gelte auch besonders stark bei den schlechten Wetterlagen, wie Straßennässe, Eisglätte, Regen oder Schnee, wie sie die jetzige Jahreszeit mit sich bringen.
Quelle: Presseerklärung des Kreis Plön